Rückblick: Kundgebung zum Weltfrauentag

Die vom AStA Frauenreferat organisierte Kundgebung zum 99. Weltfrauentag war ein voller Erfolg. Trotz der eisigen Kälte wurde dieser historisch bedeutender Tag gefeiert.

Bilder über die Kundgebung unter
http://www.flickr.com/photos/48192414@N05/sets/72157623460736445/

Die Moderatorin (Frauenreferentin des autonomen AStA Frauenreferats der Universität Münster) eröffnete die Kundgebung mit einem Kurzvortrag über den allgemeinen Stellenwert des Internationalen Frauentags.

Anne Neugebauer – Leiterin der Autonomen Frauengruppe erwerbsarbeitsloser und Erwerbsarbeit suchender Frauen im Malta – hielt einen wichtigen Vortrag über den Kampf der Frauen für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen – für Brot und Rosen.

Aynur Kücük, die neu gewählte stellvertretende Vorsitzende und Vorstandsmitglied des Alevitischen Kulturvereins betonte in ihrer Rede die politische und soziologische Bedeutung von Frauenrechten.

Gianna – Mitglied der DKP – beantwortete in ihrem Vortrag die wichtige Frage „Warum ist heute noch ein Weltfrauentag nötig?“.

Die Kundgebung endete mit einem offenen Mikrofon, wo anwesende Frauen ihre wichtigen Gedanken zum Weltfrauentag und Forderungen an Gesellschaft und Politik zum Ausdruck brachten.

Das AStA Frauenreferat kündigte an, am 8. März 2011 rechtzeitig zum 100. Weltfrauentag eine größere Kundgebung zu veranstalten.

Besonderen Dank für die Unterstützung
- Kulturkneipe F24 (Frauenstraße 24)
- Die Brücke – Internationales Zentrum der Universität Münster
- Ideengeber mit kompetenter und durchgehender Beratung
- Helferinnen und Helfer, ohne deren kompetente Tatkraft die Kundgebung nicht stattfinden könnte

Kundgebung zum 8. März (Internationaler Weltfrauentag)

Wie sieht die aktuelle Situation von Frauen in Deutschland und anderen Teilen der Welt aus? Welche politischen Forderungen müssen erfüllt sein, damit die Gleichstellung von Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft, Politik und Hochschule gewährleistet wird? Welche historische Bedeutung hat die Emanzipationsbewegung für Mädchen und Frauen heute und in Zukunft? Diese und
weitere Fragen sind wichtige gesellschafts- und globalpolitische Themen, die in Vorträgen durchleuchtet werden.

Wann?

Natürlich am 08. März – rechtzeitig zum Internationalen Weltfrauentag. Das AStA Frauenreferat lädt alle MünsteranerInnen zum Internationalen Weltfrauentag zur Kundgebung ein, um diesen bedeutenden Tag gemeinsam zu feiern und spannenden Vorträgen zu lauschen.

Ort: Stubengasse – MS-City
Beginn: 17:00 Uhr

Vorbereitungstreffen gegen erneuten 1000 Kreuze Marsch

Erneut wollen fundamentalistische Christ_innen mit weißen Holzkreuzen am 13. März durch Münster marschieren um ihrem reaktionären Menschen- und besonders Frauenbild Ausdruck zu verleihen (http://europrolife.com/147-0-News.html). Immer wieder versuchen evangelikale Gruppen (nicht nur) in Deutschland rechtlich gegen Abtreibungen, Homoehe und andere in ihren Augen unchristliche Machenschaften vorzugehen. Leider gewinnen sie immer mehr an Einfluss.

Wir denken unsere Proteste im letzten Jahr waren eindrucksvoll und sehr erfolgreich, da sie zum ersten Mal in Münster nicht ungestört marschieren konnten. Wir denken, dass die darauf gefolgte Repression kein Grund ist, sie dieses Jahr einfach so ungestört laufen zu lassen.

Deswegen möchten wir euch zu einen Vorbereitungstreffen für Gegenaktivitäten im Anschluss an das nächste Antirepressionstreffen, also am 28.02. ab 16Uhr in der Baracke, einladen. Wenn ihr euch bis dahin schon ein paar Gedanken dazu macht, wie der Protest dieses Jahr aussehen kann, wäre das von Vorteil.

28.02. 16Uhr Baracke

Nächstes FrauenLesbenPlenum

Hallo, das nächste FrauenLesbenPlenum findet am 5.2. um 19:30 Uhr im D.I.W.A. statt. Ihr seid alle herzlich eingeladen!

Präsenzzeiten in den Semesterferien

In den Semesterferien sind wir wie immer montags von 12-14 Uhr und unter asta.frauenreferat@uni-muenster.de zu erreichen. Die andere Sprechstunde am Mittwoch fällt aus.
Euch allen viele Grüße

Selbstbestimmungsrecht und Emanzipation von Mädchen und Frauen im Islam

Das au­to­no­me AS­tA-​Frau­en­re­fe­rat der Uni Müns­ter und „Free Minds“ in­iti­ie­ren eine Ver­an­stal­tung zur Kon­zep­tio­nie­rung der Ver­an­stal­tungs­rei­he im kom­men­den Som­mer­se­mes­ter 2010. Das Se­mes­ter­pro­gramm wird in­halt­lich und or­ga­ni­sa­to­risch vor­ge­stellt. Stu­dis haben au­ßer­dem die Mög­lich­keit Leis­tungs­punk­te im Rah­men ihres Stu­di­ums zu er­wer­ben (noch im Klä­rungs­ver­fah­ren). Teil­neh­men kön­nen und sol­len aber alle In­ter­es­sier­ten.

Alle wei­te­ren Infos fin­dest Du auf dem Pla­kat bzw. Flyer, was Du Dir hier run­ter­la­den kannst!

Stalking

Vortrag am 15.12. 20:00 Uhr in der Brücke (Wilmergasse 2) des Vereins Beratung und Therapie für Frauen
Was ist überhaupt Stalking? Wie kann ich mich dagegen wehren? Was soll ich tun, wenn ich entweder mitbekomme, dass in meinem Bekannten-, Freundeskreis jemand von Stalking betroffen ist oder ein Mensch zum Täter wird?

Autonomes FrauenLesbenPlenum

Am Freitag, 11.12. um 19:30 Uhr treffen wir uns wieder im D.I.W.A. (Achtermannstr.10-12)Wir wollen die Gestaltung des 8. März in Münster planen und schauen, welche Projekte (z.B. ein Ladyfest ist im Gespräch) wir nächstes Jahr organisieren können.
Ihr seid herzlich eingeladen.

Offener Brief des AStAs an die Fachschaft WiWi

Liebe Fachschaft WiWi,

dieser Brief ist an euch gerichtet, da ihr am 4.11. eine Party veranstaltet habt, auf der es „Erotik- und Table-Dance-Shows“ gegeben hat. Auf der „coolste[n] Party Münsters“ am 04. November im Metropolis mit „Shows, die die Gemüter erhitzt haben“ tanzten und entkleideten sich Frauen zum Vergnügen der anwesenden Männer. Wir verurteilen diese sexualisierte Darstellung von Frauen. Dabei möchten wir betonen, dass sich diese Kritik NICHT an die beschäftigten Frauen, sondern ausschließlich an die Organisator_innen dieser Party richtet.

Warum Kritik, die engagierten Frauen machen das ja schließlich freiwillig:

1. Frauen werden durch Partys wie eure zu Werbe- und Sexualobjekten und eben nicht als handelnde Subjekte wahrgenommen, die eine eigene Meinung haben und diese vertreten. Diese Reduzierung auf den Körper und das Geschlecht haben zur Folge, dass ebendiese Frauen wie Dinge betrachtet werden und so ein gesellschaftliches, und nebenbei sehr antiquiertes, Bild von Frauen, deren Aufgabe es ausschließlich ist attraktiv zu sein, verfestigt wird. Gleichzeitig geht damit einher, dass eine sexualisierte Darstellung von Menschen, gesellschaftlich konsensfähig gemacht wird oder dieser Konsens damit weiter gestützt wird.

2. Aus dem ersten Punkt ergeben sich auch Konsequenzen für Studentinnen eures Fachbereichs. Blöde Anmachen, Kommentare über Körper von Studentinnen aufgrund ihres Geschlechts gehören zu einem sexistischen Alltag, welcher durch solche Partys unterstützt und gestärkt wird. Wenn eine Fachschaft eine solche Party organisiert, heißt das auch, dass eine Ansprechpartnerin am Institut, nämlich ihr als Fachschaft, für Frauen, die sich durch eine solche Behandlung gestört und belästigt fühlen, wegfällt. Stattdessen freuen sich die männlichen Kommilitonen, die dieses Verhalten an den Tag legen auf euren Partys bestens unterhalten und durch euch mit solchen Partys auch in ihrem Verhalten bestätigt zu werden. Kaum eine emanzipierte Frau käme auf die Idee eine Party nach solchen Kriterien zu gestalten (selbst wenn es männliche Stripper gegeben hätte, bleibt die Kritik bestehen, dass Menschen als Objekte zwecks eines Amüsements der RezipientInnen betrachtet werden). Stattdessen wird eine Party für Männer des Fachbereichs gestaltet, auf der Frauen sich damit auseinandersetzen müssen, dass für sie ohnehin schon nerviges Verhalten (Bewertung von weiblichen Körpern im Hinblick auf ihre Attraktivität) zum Sinn einer Party wird.

3. Aus beiden Punkten ergibt sich eine Verfestigung von Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in der Gesellschaft. Es wird/bleibt konsensfähig, Frauen aufgrund von „spezifisch weiblichen“ Eigenschaften zu beurteilen, bei euch ganz platt nach der Attraktivität des Körpers, anstatt die Ungleichbehandlung kritisch aufzugreifen. So bleibt diese bestehen und stärkt somit in letzter Konsequenz auch das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern nach dem Studium.

Wir fordern von euch:

1. Eine Entschuldigung für diese Party.
2. Das Unterlassen von solchen fragwürdigen und sexistischen Veranstaltungen.
3. Eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem Thema Sexismus und Geschlechterungleichheiten sowie der sozialen Konstruktion von Geschlecht.

AStA der Universität Münster

P.S.:
Um Euch und den Studierenden Eures Fachbereichs die Auseinandersetzung mit einer Kritik des Sexismus zu ermöglichen findet am 11.12.2009 in der Zeit von 16-18 Uhr eine Diskussionveranstaltung im J 253 an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät statt. Ein Ausweichort bei unerwartet hoher Teilnehmer_innenzahl steht zur Verfügung.

Autonomes FrauenLesbenPlenum

Am 20.11.2009, D.I.W.A. (Achtermannstr. 10-12) findet ein autonomes FrauenLesbenPlenum statt.

*“Die Tomate weiter werfen“ Wir möchten gemeinsam einen Blick in die vergangenen 40 Jahre werfen und erste Ideen darüber austauschen, was wir im Laufe des Jahres 2010 an gemeinsamen Großveranstaltungen (z. B. zum 8. März, die zweite FrauenSommerUni, Tribunal gegen die 2010-Politik, Ladyfest, Walpurgisnachtdemo) organisieren können. *