7. Dezember 2011
in Allgemein
Wir freuen uns, dass am Donnerstag, den 15. Dezember 2011, ein Doppelvortrag in Kooperation mit dem Frauenreferat des AStAs der FH Münster statt finden wird:
Ab 17.30 Uhr wird Ira Schumann in Raum HS 3 in der Robert-Kochstraße zum Thema „Deviante Körper“ sprechen.
In einem ersten Schritt soll es um die Frage gehen, warum manche Körper als deviant, als nicht normal eingestuft werden und wie solche Einstufen mit dem Erhalt sozialer Ordnung zusammenhängen könnten. Nach diesem allgemeinen Teil wird spezieller der „behinderte“ Körper und seine stabilisierende Funktion für die Idee von Nichtbehinderung, von Unversehrtheit in den Blick genommen.
Ira Schumann studierte Rehabilitationspädagogik und Hispanistik in Halle und arbeitet inzwischen in Ulm in der wissenschaftlichen Begleitung eines pädagogischen Modellprojekts. Zudem promoviert sie zu einem Thema aus dem
Bereich Disability Studies.
Ab 19.30 Uhr wird Mart Busche der Frage „Wem gehört die Männlichkeit?“ nachgehen:
Seitdem bekannt geworden ist, dass auch Männer ein Geschlecht haben, stellt sich an unterschiedlichen Stellen die Frage, wie mit dieser Erkenntnis umgegangen werden soll bzw. wie Männlichkeit gefüllt werden soll. Standpunkte kritischer Männlichkeitenforschung und männerpolitischer Akteur_innen werden in einem Input dargestellt und kontrastierend bzw. ergänzend miteinandner verbunden. Anhand von zwei Beispielen aus der Integrations- bzw. Bildungsdebatte wird aufgezeigt, wie stereotype Männlichkeiten produziert und politisch genutzt werden. Mit einer Analyse, die die Differenzkategorien Klasse, Ethnizität/Staatsbürger_innenschaft/Migrationserfahrung und Körper und ihre Verschränktheiten einbezieht, können Verkürzungen sichtbar gemacht werden und Tendenzen der männlichen Herrschaftsabsicherung entschleiert werden. Diese Analyse, auch unter dem Begriff der Intersektionalität bekannt (von to intersect: sich (über)schneiden, kreuzen) bezeichnet eine aktuelle Herangehensweise in den Sozialwissenschaften, mit der auf herrschaftskritische Weise verschiedene ineinander verschränkte Diskriminierungsformen und Dominanzverhältnisse mit dem Ziel des Abbaus von Herrschafts- und Unterordnungsverhältnissen bearbeitet werden. Ihre Fruchtbarkeit für eine politische Praxis soll im Anschluss an den Input diskutiert werden.
Wir freuen uns auf euch!
7. Dezember 2011
in Allgemein
Leider muss die Veranstaltung „Brustkrebs und Vorsorge“ am Donnerstag ausfallen.
Die Veranstaltung wird im nächsten Jahr nachgeholt.
16. November 2011
in Allgemein
Am 24.11.2011 findet um 19.00 Uhr in Raum ES 24 die 2. Veranstaltung der Reihe „Körper und Geschlecht“ statt.
Die Referentin Dr. Angelika Dohr wird in ihrem Vortrag „Pille, Präser und Co – welches Verhütungsmittel ist für wen geeignet?“ auf aktuelle Entwicklungen des Verhütungsmarktes eingehen. Eine Reihe neuer Verhütungsmethoden haben mit Furore Einzug in die gynäkologische Praxis gehalten. „Was ist daran neu und für wen sind sie geeignet?“ Ist die Verwendung der Pille im Langzeitzyklus schädlich? Wie genau wirken eigentlich die einzelnen Verhütungsmethoden? Welche hormonfreien Alternativen gibt es?
Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuellen Verhütungsmittel, ihre Besonderheiten und Risiken, um die Wahl der individuell passenden Methode zu erleichtern.
Dr. Angelika Dohr ist Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und ärztliche Psychotherapeutin und arbeitet in der Beratungsstelle von pro familia in Münster
16. November 2011
in Allgemein
Hallo,
hiermit laden wir euch ganz herzlich zur jährlichen Frauenvollversammlung am 16.12.2011 ein.
Wir wollen uns mit euch um 19.00 Uhr vor dem AStA-Häuschen (Schlossplatz 1) treffen.
Ein Programmpunkt wird die Wahl der (neuen) Vertreterinnen sein. Es soll auch
über das Programm und eure Wünsche für die Amtszeit 2012 diskutiert werden.
Wir freuen uns auf euch.
Bis dahin
Katharina und Lena
10. November 2011
in Termine
Am Donnerstag, den 17.11.2011, findet um 19:30 Uhr im Café Weltbühne im ESG-Haus, Breul 43, die Veranstaltung „FrauenStimmen gegen Gewalt“ statt.
Die Veranstalter*innen schreiben: „Jährlich sterben Tausende Frauen in Mittelamerika durch die Gewalt von Männern. Doch nicht nur die Anzahl der Frauenmorde steigt, sondern auch die Gewalt im Allgemeinen gegen Frauen nimmt zu. Grund genug, die Frauenorganisationen vor Ort in ihrem Kampf gegen die Gewalt noch stärker zu unterstützen. Daher organisiert die Christliche Initiative Romero im Rahmen der Kampagne „FrauenStimmen gegen Gewalt“ vom 15. bis 27. November 2011 eine Informationsreise durch Deutschland mit zwei Gästen aus Partnerorganisationen in Mittelamerika.“
Weitere Informationen zur Kampagne und der Rundreise findet ihr hier:
CIR e.V.
20. Oktober 2011
in Allgemein
*Das perfekte Geschlecht – auf dem Weg in eine gerechte Gesellschaft*
*Vortrag von Dr. Heinz-Jürgen Voß*
Fr., 28.10.2011 um 19.00Uhr. Raum: ES 24 (Johannisstraße 12-20)
*Eine gerechte Gesellschaft gestalten: Queer und Kapitalismuskritik*
Unterschiede zwischen Menschen — so geschlechtliche — sind nicht vorgegeben, sondern resultieren aus Ungleichbehandlungen. Anstatt noch immer über die Berechtigung der 1949 gewagten These von Beauvoir „Kein biologisches […] Schicksal bestimmt die Gestalt, die das weibliche Menschenwesen […] annimmt“ zu diskutieren, gilt es, radikal weiterzudenken.
Beauvoir zeigte klar, dass in der Gesellschaft Ungleichbehandlungen, Diskriminierungen und Gewalt entlang der Kategorie Geschlecht stattfinden und dass Frauen häufiger benachteiligt sind als Männer und auch öfter direkte physische Gewalt erfahren. Befreiung bedeutet, konkret etwas gegen die Gewalt, die Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen zu tun. Dass bedeutet aber nicht, dass man Frauen und Männer zu „Ewigkeiten“, als „natürlich“ erklären müsste — auch das betonte Beauvoir. Denn gerade mit Verweisen auf „Natürlichkeit“ werden nach wie vor von Konservativen Ungleichbehandlungen von Menschen begründet und zementiert — Karl Marx war sich indes der Gesellschaftlichkeit des Menschen in allen (!) seinen Merkmalen sehr bewusst.
Also: So wie aus den Analysen von Marx zu Produktionsweisen Folgerungen für eine bessere Gesellschaft mit einem guten Leben für alle Menschen gezogen werden (sollten), so sollten auch die Kategorie „Geschlecht“ einer genauen Analyse unterzogen und Ableitungen für Veränderung erarbeitet werden, die ein gutes Leben für alle Menschen ermöglichen. Die gesellschaftliche Entwicklung des einen wie des anderen bedeutet einen langen Weg, deshalb sollte man sich aber nicht bei dem einen mehr als bei dem anderen hinter derzeitige Denkschranken zurückziehen und sich vermeintlicher Alternativlosigkeit ergeben. Kapitalismuskritik braucht queere Perspektiven, genau wie zu Queer unbedingt Kapitalismuskritik gehört.
*Dr. Heinz-Jürgen Voß *forscht und lehrt an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin.
Schwerpunktebereiche sind: Geschlecht, Biologie, Queer
Buch zum Thema: „Geschlecht“ (Reihe theorie.org)
vorbereitender Text zum Input: http://schwule-seite.de/Ansaetze_fuer_eine_queere_Kapitalismuskritik.pdf
17. Oktober 2011
in Allgemein
Die neuen Präsenzzeiten für das aktuelle Semester sind wie folgt:
Dienstags von 18-19.30 Uhr und
Mittwochs von 14-15.30 Uhr.
Solltet ihr zu dem Zeitpunkt nicht können oder eine dringende Nachfrage haben, könnt ihr gerne einen Termin per E-Mail oder Telefon mit uns ausmachen. Wir melden uns dann schnellstmöglich bei euch.
12. September 2011
in Allgemein
Am 29.10 wird es in Münster einen Slutwalk geben, das Orgateam sucht noch Mitstreiter_innen. Bei Interesse könnt ihr euch bei ihnen via Facebook oder per Mail (an slutwalkmuenster@gmx.de) melden.
Der Slutwalk wird am 29.10. um 15 Uhr vor dem Schloss auf dem Hindenburgplatz starten.
8. August 2011
in Allgemein
Dies ist ein Workshop am Germanistischen Institut mit den Herausgeberinnen des /Missy Magazine/.
Es geht um gendersensibles Schreiben im Pop. Es richtet sich sowohl an Studierende der Komparatistik/Kulturpoetik, kann aber auch von Bachelor-Studierenden in den Allgemeinen Studien im Rahmen des Moduls Gender Studies belegt werden.
Eine schriftliche Anmeldung bei Prof. Dr. Baßler ist dafür erforderlich.
Für nähere Infos:
Kompetenz-Workshop „Gendersensibles journalistisches Schreiben“
1. August 2011
in Allgemein
Falls ihr Lust habt in Erinnerungen zu schwelgen:
Schritt 1: auf die Online-Radio-Seite,
Schritt 2: 2011-07-11 (dieses Datum auswählen)
Schritt 3: 21:00-21:30 and 21:30-22:00 (Leider in zwei Teilen…)
Und seid live dabei:
>PART 2 am Montag, 08. August // 21-22h : *Webradio*
*Mit Interviews und Beiträgen über das Ladyfest in Münster 2011 – Be proud – be loud!!!